Schäferhunde vom Altenburger Land und Rudel
Schäferhunde vom  Altenburger Land und Rudel

Das passende Training für die ersten Wochen der Welpenprägung

Die Sozialisierung des Schäferhund-Welpen beginnt beim Züchter. Man nennt die Zeit beim Züchter auch die Welpenprägung. Wichtig ist, das der Züchter die Welpen optimal auf ihr späteres Leben bei den neuen Besitzern vorbereitet. 

 

Die Welpen werden geboren und beginnen zu säugen. Der Kleinen wissen noch nicht, in welches Umfeld sie geboren werden - sie liegen glücklich, zufrieden und satt bei ihrer Mutter. Aber irgendwann werden sie in unsere menschliche Welt kommen und unser soziales Leben kennenlernen. Es ist nicht ihre Welt, es ist die Welt ihres zweibeinigen Partners. Eine andere Welt mit einem von diesem gewünschten Sozialverhalten. Hier sind die Menschen in der Verantwortung, ihre kleinen Freunde auf das Leben in ihrem neuen sozialen Umfeld vorzubereiten. Und beim Züchter sollte dieses beginnen.


Die ersten acht Wochen eines Welpen sind für seine Zukunft wichtig. Heute heißt das, sie sind für soziale Prägung und die spätere Umweltsicherheit. Das wissen nun auch die Welpenkäufer.  Daher wünschen die meisten einen gut sozialisierten Welpen. Manchmal sind ihre Wünsche auch so groß, das der Welpe sechs Monate bei mir bleiben müsste, damit ich alle Wünsche abarbeiten kann. Aber das sind noch die wenigsten. Gott sei Dank, den der Züchter ist heute für alles verantwortlich, die Prägung, die Umweltsicherheit, die Gesundheit und nun auch für das spätere Benehmen. Das ist gut so, den es macht es dem überforderten Hundehalter leicht, einen Schuldigen zu finden. Manchmal kommen dann noch die Untauglichen Hundetrainer, die Gene, die Tierärzte, die schlechten Erfahrungen oder gar der ungeeignete Ehemann dazu. Ich gestatte mir gelegentlich dem zu widersprechen. Ich habe viele ältere Hunde, welche toll auf mich geprägt und Umweltsicher sind. Nach einiger Arbeit.

 

Aber natürlich kann der Züchter einiges tun. Die ersten 10 Prozent, sage ich immer, die kann der Züchter machen.  Und die sind wichtig. Es ist wie bei einem Sparbuch. Man muss eines anlegen und dann beginnt man einzuzahlen. Wie alles andere auch, es beginnt mit dem ersten Schritt.  Wenn man den ersten Schritt nicht macht, das Konto nicht schon eröffnet ist, die ersten 10 Prozent nicht einzahlt, muss es eben der nächste einzahlen. Und einzahlen kostet Zeit und Geld. In diesem Falle die Kosten der Hundeschule und die eigene Zeit. Viel leichter ist es  daher mit einem Konto zu beginnen, welches schon 10 Prozent vom 100 möglichen hat.


Bei den Welpen ist die Investition das gute, brauchbare Wesen der Eltern und etwas Vorbereitung der Kleinen durch den Züchter auf sein späteres Leben. Eben die ersten zehn Prozent. Und dann gibt man sie den Welpen ab. Achtzig Prozent macht nun der Besitzer. Das will er oft nicht glauben, es ist aber leider so, dafür ist er verantwortlich.  Die eigenen 90 Prozent beginnen damit, das ich mich selbst reflektiere, ob ich mit  der gewählten Rasse, seinen Eigenschaften oder einem Hund überhaupt zurecht komme. Passt er in mein Leben, was ich bereit bin zu opfern? Zu investieren.
 Die letzten zehn Prozent macht dann die Puppertät. Sie ist eine unbekannte Größe  und in der Lage, das Konto auch wieder ein wenig zu plündern.
Als ich aktive zu züchten begann, habe ich mir überlegt, was ich machen könnte um den kleinen Bambino das Leben in seiner neuen Heimat einfacher zu machen. Oder eben seinem Besitzer. Zum Schluss waren es einfache Dinge, gelernt durch Erfahrungen und Rückschläge.


Ein einfaches Beispiel das wiegen der Welpen. Dazu werden die Kleinen von der Erde hoch gehoben und in einen Korb in eine Babywaage gesetzt. Das gefällt natürlich nicht jeden Welpen und sie zeigen es unterschiedlich an. Die ersten sitzen ruhig es aus, andere winseln, einige veranstalten einen solchen Kampf im Korb, als wenn es um ihr Leben geht. Da haben wir schon Drei eigenschaften, alle unterschiedlich. Ruhig, ängstlich-vorsichtig, draufgängerisch. Nicht das es ihnen etwas nützt, denn ich möchte sehen, ob der Welpe zugenommen hat. Der erste kleine Konflikt zwischen mir und dem Welpen. Tut mir der ängstliche leid, ist der Kämpfer mir zu wild, gebe ich jetzt nach, lasse ihn aus seinem Wiegekorb entkommen, hat der Welpe schon etwas gelernt. Er lernt es,  dass er sich gegenüber Menschen durchsetzen kann.  Er benötigt dafür nur die richtige Energie. Er wird diese Energie immer einsetzen.

 

Also muss der Welpe in seinen Korb warten, bis ich ihn heraus nehme. Vorher muss er aber ruhig sitzen. Nach Beendigung wird gestreichelt und gelobt, vielleicht erhält er auch etwas Fleisch. Bei mir ist es schön. Und wenn er dann einmal beim Tierarzt auf den Tisch muss, klappt das bei den meisten Hunden toll. Durch das Warten auf der Waage erlernt der Welpe die Geduld, auch einmal zu still zu halten, wenn sein Mensch etwas von ihm will.
Wenn ich ihn zum wiegen hoch hebe, trage ich gern einen weichen, warmen Pullover. Die Welpen kuscheln sich dort an, finden es angenehm. Sie lugen aus meinen Arm, besonders wenn es kalt ist.  Dem Welpen erscheint dieser weiche Stoff angenehm.  Durch das vorsichtige, warme Tragen entsteht ein angenehmes Verhältnis zum Menschen. Oft tragen meine Welpenkäufer im Winter Jacken aus Kunststoff. Diese erscheinen nicht warm und kuschlig, sondern kühl und unangenehm. Der Welpe will dann wieder aus dem Arm des Besitzers. Schon ist der ganze Zauber von „er hat mich ausgewählt“ vorbei. Dabei war es nur die falsche Bekleidung.


Beim aussuchen der Welpen sind oft die Kinder der neuen Besitzer mit. Kinder lieben in der Regel die Welpen. Später lieben die Welpen die Kinder. In der regel. Ab Anfang der vierten Woche dürfen die Kinder bei meinen Welpen sitzen und sie vorsichtig streicheln - natürlich unter meiner Aufsicht. Auf die Mutterhündin ist gut zu achten, aber ab der vierten Woche habe ich noch nie ein Problem zwischen den beiden Parteien gehabt.


Stubenrein ist auch eins der Zauberworter der Welpenkäufer. Als ich die Welpen noch in der Wohnung großzog, hatte ich es natürlich einfacher, sie an die Geräusche des Haushaltes zu gewöhnen. Staubsauger sind für den Welpen dann nichts ungewöhnliches mehr. Da aber manche Mutterhündin vor dem Sauger Respekt hatte, schauten auch die Welpen bei diesem Geräusch etwas zurückhaltent um die Ecken. Eine Eigenschaft der Welpen ist das Lernen durch Sehen. Wenn die Mutterhündin sich ängstlich oder gar panisch zeigt, lasse ich den Welpen nicht mit ihr dieser in solchen Situationen zusammen. Sie lernen Angst.
Vor 15 Jahren stellte ich fest, das noch nicht allzu viele Schäferhundwelpen in die Wohnungen zogen. Das sollte sich später ändern. Ich selber bin auch kein Verfechter von einem Hund in der Wohnung. Nun sind es drei. Ich habe im Haushalt zwei Söhne und eine Frau.

Meine ersten Würfe zog ich aber in der Wohnung groß. Um dauerndes reinigen zu verhindern brauchte eine Welpentoilette.
Ich legte PVC-Belag auf die gewünschte Stelle und breitete darauf Sägespäne. Dann umrandete ich den Platz mit Steinen. Die Sägespäne sollten nicht durch die ganze Wohnung wandern. Auf diesen Platz legte ich ab der vierten Woche die kleinen Häufchen der Welpen.  Durfen die Welpen dann nach draußen, legte ich den Einstreu aus eben dieser Ecke auf einen gewollten, besonderen Platz im Garten. Der Welpe nimmt auch hier die Gerüche wahr und nutzt diesen Platz als Toilette.
Trotzdem, die blöden Sägespäne fand ich in der ganzen Wohnung.

Jeden Züchter, der keine eigenen Kinder hat, rate ich, sich gern einmal in der Nachbarschaft umsehen. Sicher gibt es Kinder, die die Welpen gerne besuchen würden. Es kann mühsam sein, sich um Besuch für die Welpen zu kümmern, aber man legt einen Grundstein für das spätere Verhalten zwischen Kind und Hund. Der Kontakt zwischen Kind und Hund sollte immer angenehm für beide Seiten sein. Ein Welpe, der nur positives in dieser Prägungsphase von Kindern erfahren hat, wird in seinem späterem Leben Kindern auch immer positiv gegenüber stehen. Wenn dann Kinder im eigenen Haus sind, der Welpe seinen Platz kennt, mag er die Kinder sowieso meistens. Ihn müssen sie wie lebende Futterdosen erscheinen. Ich habe Kinder erlebt, die ließen den Hund vom eigenen Eis lecken.


Meine Kinder habe ich oft gebeten, die Welpen aus der Hand füttern. Und ab der fünften Lebenswoche kann man den sogenannten Futtertausch durchführen. Der schon gefütterte Welpe bekommt ein Futter gereicht, das er nicht so gern frisst. Er wird sich, da er fast satt ist, nicht allzu sehr um dieses Futter kümmern. Mit freundlichen Worten und unter Aufsicht zieht ihm nun das Kind das Futter unter der Nase weg und gibt ihm sein absolutes Leckerlie dafür. Dieser Futtertausch hat die Absicht, dass der Welpe daran gewöhnt wird, dass auch Kinder an sein Futter gehen und er es positiv verknüpft. Es kann vorkommen, dass einem Kind einmal ein Keks oder anderes Essbares aus der Hand fällt. Der Hund denkt, es wurde ihm hingeworfen, aber auch das Kind bückt sich gleichzeitig. Ich habe es in solchen Situationen einfach gern, wenn der Welpe ein nach seinen Futter bückendes Kind freundlich behandelt.


Später lässt man die Kinder zum spielen zu den Welpen. Beide haben Temperament, das Kind und der kleine Welpe. Achten Sie darauf, dass das Kind sich immer ruhig verhält. Ab der sechsten Woche hat ein Welpe spitze Zähne und zwickt, dieses ist ein normales Spiel für ihn. Das Kind bückt sich und versucht den Welpen zurück zuschieben. Dieses Bücken versteht ein Welpe körpersprachlich als Einladung zum Spiel und steigert seine Versuche, das Kind zu erreichen. Er weiß es nicht besser und das Kind kann sich nicht selber wehren bzw. dem Welpen Grenzen setzen. Hier ist der Züchter gefragt und muss das Spiel unterbrechen. Der Welpe lernt durch Entzug von Positivem (Spiel), dass er sich nicht zu sehr steigern darf. Zeitgleich lernt er ein Abbruchsignal. Hierbei ist es es Vorteil, wenn ein einzelner Welpe aus dem Wurf genommen und mit den Kindern zusammen gebracht wird. Dabei kann man einfacher kontrollieren und korrigieren.


Da den Kindern auch mal eine Futterschüssel aus Edelstahl herunter viel, konnte ich sehen, dass die Welpen zusammen zuckten. Danach schmiss ich die Futterschüsseln durch die Gegend oder schlage sie scheppernd zusammen. In einer Prägephase ist das Erlernen des Umgangs mit Lärm sinnvoll, damit der Welpe später nicht bei jeden lautem Geräusch erschreckt. Das erschreckt den Welpen zwar, aber später wird  er einer schallenden, weggeworfenen Futterschüssel  nach springen. So knallt und scheppert es in der Welpenzeit bei mir auf dem Hof. Am „Tage der offenen Tür“ oder bei Besuchen der Welpenkäufer führe ich das dann gern einmal vor. Die Besucher erschrecken oft mehr wie unsere Welpen. Ich bin dann stolz auf meine kleinen Racker, wenn sie so mutig erscheinen. Und einige von ihnen sind von Geburt an wirklich mutig oder wenigstens schwer zu beeindrucken. Und es gibt die besonderen wagemutigen Ausnahme-Welpen. Diese muss man dann erkennen. 

Der schäferhund züchter und die schäferhunde-welpen bei der sozialisierung. Schäferhunde, Welpen und Züchter
Schäferhundwelpen-Prägung auf andere Hunde Sozialisierung: Schäferhunde und Welpen von Bonnie
Sozialisierung Welpen Schäferhunde-Welpen im Hunderudel
Welpen-Sozialisierung:

Papa Quando beäugt interessiert seine Welpen, Mutter Bonnie geht desinteressiert von dannen und der Züchter freut sich über sein harmonisches Schäferhunderudel.

Donna und Quando beobachten den Züchter und vier der Schäferhunde-Welpen.
Welpen Sozialiesierung auf andere Hunde Sozialisierung hin..Sozialisierug her, beim Herrchen ist es am schönsten

Unser eigenes Hundefutter:

Mein Buch ist fertig und die zweite Auflage ist schon vergriffen. Vielen Dank an die zahlreichen Käufer und natürlich auch für Euer tolles Feedback.

News:

 

Unsere Veranstaltungen und Seminare sind wegen Corona außer das Einzeltraining in der Woche wieder abgesagt.

Unsere Veranstaltungen und Termine:

 

demnächst:

- Rudelwanderung mit Buchlesung

 

- Hundeschule

- Welpenwochen

- Hundewanderungen

- Schäferhundhilfe

- Welpentreffen

 

- Vereinstreffen

Unsere Altenburger Schäferhund -hilfe. Vielleicht kann ich Sie über- reden, bei uns Mitglied oder Pate zu werden oder gar als Pflegestelle zu arbeiten. Notteidente Schäferhunde gibt es ĺeider, vielleicht geben wir gemeinsam ihnen ein neues Leben .

(auf das Logo klicken )

Die Film über die Wanderung mit meinen Schäferhund-Rudel ist da. Wer ihn sehen möchte..klickt hier

Ein Video bei yuotube läuft gerade zur Höhstform auf, über 7.000 000 Aufrufe. Zum ansehen auf das Bild unterhalb drücken: 

Wo finde ich was:

Wenn Sie schell etwas über den einzelnen Schäferhund oder Welpen finden wollen, ist hier die Übersicht:

 

Vor dem Kauf eines Hundes sollte man einiges beachten:

Deutscher Schäferhund:

Erlebtes, Wissenswertes, Interessantes ...

Warum die Zucht mit diesem DDR-Schäferhund so schwierig geworden ist

 

DDR-Schäferhund

Gästebuch :

Liebe Neubesitzer der Welpen. Schäferhund-Freunde und Besucher,

 

ich möchte mich hiermit einmal als Schäferhund-Züchter für Ihr/Euer Feedback in unserem Schäferhund-

Gästebuch

und für die vielen Fotos, Informationen und Nachrichten bedanken.

 

Gerne weiter so!

Liebe Grüße

Mario

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Mario Jessat

Diese Homepage wurde mit 1&1 IONOS MyWebsite erstellt.